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Die Geschichte hinter der Show

Die Geschichte hinter Devdan: Wie die Show entsteht

Eine Tour, die vom Drehbuch abweicht, eine Schatztruhe auf einer Klippe und fünf Inseln darin – das erzählerische Mittel, das Devdan zu einer einzigen Reise macht, nicht zu fünf Akten.

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Eine Tour, die nicht nach Drehbuch verläuft

Devdan beginnt nicht mit einem Tanz, sondern mit einer Szene, die den meisten Besuchern vertraut vorkommen dürfte: Ein Reiseleiter führt eine Touristengruppe durch Bali und wird dabei von einer Schar verspielter Affen kurz aus dem Konzept gebracht. Im allgemeinen Durcheinander entfernen sich zwei Kinder aus der Gruppe und klettern in Richtung einer Klippe, wo sie eine alte Schatztruhe entdecken. Darin befinden sich mehrere Gegenstände, von denen jeder – so die Geschichte – ein Schlüssel zu einer der größeren Inseln des indonesischen Archipels ist. Ein schlichter Rahmen, eher ein Kinderabenteuer als ein Museumsstück, und genau daran hängt der Rest der Show.

Ein Objekt, eine Insel

Jeder Gegenstand, den die Kinder aus der Truhe heben, wird als Tor zu einer anderen Region Indonesiens inszeniert. Laut der eigenen Synopsis der Show führen sie die Objekte – und mit ihnen das Publikum – der Reihe nach nach Bali, Java, Sumatra, Kalimantan (Borneo) und Papua, wobei jedem Ort ein eigener Akt gewidmet ist. Statt fünf unzusammenhängende kulturelle Skizzen aneinanderzureihen, nutzt Devdan das Schatzsuche-Motiv, um dem Abend einen roten Faden zu geben: zwei neugierige Kinder, die Stück für Stück herausfinden, was ihr eigenes Land tatsächlich zu bieten hat. Diese Struktur ist eher dem Abenteuertheater entlehnt als einer formellen Kulturpräsentation – und genau das ist ein Grund, warum die Show oft als temporeich statt andächtig beschrieben wird.

Warum überhaupt ein Story-Frame?

Eine kulturelle Schau aus fünf Regionen könnte leicht wie ein Vortrag wirken. Der Schatz truhen-Rahmen verhindert genau das: Er verleiht einer Produktion für alle Altersgruppen, die weitgehend ohne Dialoge auskommt, eine Handlung, der sowohl ein Achtjähriger als auch ein Großelternteil ohne Untertitel folgen können – und er spiegelt etwas Echtes wider: die eigene Neugier der Besucher auf das, was jenseits der Resort-Meile liegt. Ob man die Geschichte beim Zuschauen bewusst registriert oder nicht, sie ist der Grund, warum die Show wie ein einziges durchgehendes Abenteuer wirkt und nicht wie ein Sammelsurium an Tänzen, die ohne verbindendes Element aneinandergereiht sind. Der Rahmen gibt der Produktion zudem einen Ort, an den sie zurückkehren kann: Jeder Akt endet damit, dass die Kinder zum nächsten Objekt weiterziehen, statt einfach zu enden und neu zu beginnen.

In Bali geboren, für die Welt geschaffen

Devdan wird in seinem eigenen Werbematerial allgemein als eine Produktion beschrieben, die Anfang der 2010er-Jahre auf Bali entstanden ist, wobei der indonesische Regisseur und Produzent Nyoman Regiana als treibende Kraft gilt. Die erklärte Ambition war es, die Breite der indonesischen Kultur mit zeitgenössischer Theatertechnologie darzustellen – eher im Geiste einer Arena-Show als einer Tempelaufführung. Behandeln Sie das genaue Gründungsjahr als ungefähr; Produktionsangaben und Inszenierungsdetails sind die Art von Details, die es wert sind, anhand des aktuellen Materials der Show zu überprüfen, falls Ihnen daran gelegen ist.

Ein Ensemble, das aus allen Teilen des Archipels zusammengestellt wurde

Die eigenen Materialien der Show beschreiben eine Besetzung von über 60 Darstellern – Tänzer und Akrobaten, die aus verschiedenen Teilen Indonesiens rekrutiert wurden, statt aus einer einzigen Truppe, die in einem regionalen Stil ausgebildet ist. Das ist wichtig für die Geschichte, die erzählt wird: Eine Produktion über Indonesiens kulturelle Vielfalt wird im Prinzip von Menschen aufgeführt, die diese Vielfalt tatsächlich repräsentieren – statt von Generalisten, die fünf Stile von Grund auf lernen. Es erklärt auch, warum die Show an einem Abend fünf visuell eigenständige Akte durchhalten kann, ohne dass sich einer wie eine verwässerte Kopie der echten Tradition anfühlt, auf die er sich stützt.

Eine Show, die um die Welt gereist ist

Über seine Heimspielstätte in Nusa Dua hinaus gibt Devdan in eigenen Werbematerialien an, dass die Produktion auch international aufgeführt wurde – in Spielstätten in Ländern wie China, Südkorea, den USA, Teilen Europas und Australien. Diese Tourneehistorie ist als Eigenangabe der Produktion zu verstehen und nicht als unabhängig verifizierte Bilanz – doch sie passt zu einer Show, die von Anfang an als mobile Theaterproduktion konzipiert wurde und nicht als ortsfestes lokales Ritual, das dauerhaft an einen Tempel oder ein Dorf gebunden ist. Für Besucher ist dieser Kontext ein nützliches Signal: Man erlebt ein maßgeschneidertes Exportprodukt, poliert für ein internationales Publikum – keine Zeremonie, die unabhängig vom Tourismus existiert.

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